Für Young Carers

Du hilfst zu Hause viel?
Wir sind auch für dich da.

Vielleicht unterstützt du deine Mutter, deinen Vater, ein Geschwisterkind oder eine andere nahestehende Person. Du hilfst im Haushalt, erinnerst an Medikamente, begleitest zu Terminen oder bist einfach da, wenn es jemandem nicht gut geht.

Das Pflege ABC hilft dir, deine Situation besser zu verstehen, Antworten auf deine Fragen zu finden und Unterstützung für dich und deine Familie zu entdecken.

Wenn Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen

Young Carers sind Kinder und Jugendliche, die regelmäßig für ein Familienmitglied mit Krankheit, Behinderung, Pflegebedarf, psychischer Erkrankung oder Suchtproblemen da sind.

Vielleicht kommt dir davon etwas bekannt vor:

Du hilfst häufig im Haushalt.

Du kümmerst dich um jüngere Geschwister.

Du begleitest oder beaufsichtigst ein Familienmitglied.

Du erinnerst an Medikamente oder Termine.

Du hast das Gefühl, immer funktionieren zu müssen.

Du hast weniger Zeit für Schule, Freunde oder Hobbys.

Was passieren kann, wenn Unterstützung fehlt

Die Verantwortung wird zu groß.

Schule, Freizeit und Freundschaften leiden.

Sorgen und Ängste nehmen zu.

Eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt.

Niemand außerhalb der Familie bemerkt die Belastung.

Hilfe wird erst gesucht, wenn es nicht mehr geht.

Damit du helfen kannst, ohne dich selbst zu verlieren

Es ist stark, für einen Menschen da zu sein. Trotzdem bist du nicht dafür verantwortlich, alle Probleme zu lösen oder die gesamte Pflege zu übernehmen. Du hast ein Recht auf Unterstützung, Freizeit, Freundschaften und ein eigenes Leben. Das Pflege ABC hilft dir, deine Rolle besser zu verstehen und gemeinsam mit Erwachsenen passende Entlastung zu finden.

Deine Rolle

Du entscheidest selbst, was du erzählen möchtest und welche Unterstützung du annehmen willst.
deine Situation und deine Fragen einbringen
herausfinden, welche Aufgaben dich belasten
sagen, wenn dir etwas zu viel wird
eine erwachsene Vertrauensperson einbeziehen
passende Hilfe gemeinsam auswählen
Ein junger Mann kümmert sich um eine ältere Dame im Rollstuhl, im Vordergrund steht ein Computer
Überblick über das Pflege ABC Angebot

Die Rolle des Pflege ABC

Wir vermitteln altersgerechtes Wissen und zeigen dir mögliche nächste Schritte.
Pflege und Krankheiten verständlich erklären
helfen, die eigene Situation einzuordnen
Anregungen für schwierige Gespräche geben
Grenzen und Warnsignale sichtbar machen
passende Anlaufstellen und Hilfen zeigen

Erfahrungen von Young Carers

Sophie Rosentreter
Sophie Rosentreter

„Ich helfe meiner Familie gerne. Aber ich wusste lange nicht, dass ich trotzdem sagen darf, wenn es mir zu viel wird.“

Die Kurse von Pflege ABC wurden gemeinsam mit erfahrenen Pflegefachpersonen und weiteren Expertinnen und Experten entwickelt. Sie vermitteln verlässliches Wissen verständlich, respektvoll und mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen zu Hause.
Max Mustermann, REWE Group

So unterstützt dich das Pflege ABC

Bausteine, die Deine wiederkehrende Fragen auffangen und den Pflegealltag zu Hause konkret unterstützen.



Krankheit und Pflege verstehen

Über 35 Kurse zu Demenz, Mobilität, Medikamentengabe, Körperpflege, Selbstfürsorge und akuten Übergängen. Flexibel streambar, mit mehrsprachigen Untertiteln.

Unterstützung finden

Du und deine Familie erfahrt, welche Beratungs-, Entlastungs- und Hilfsangebote zu eurer Situation passen könnten.

Mit Sorgen und Gefühlen umgehen

Du bekommst Anregungen für Situationen, in denen du traurig, wütend, überfordert oder unsicher bist.

Deine Situation verstehen

Du erfährst, was Young Carers sind und warum sich Verantwortung zu Hause manchmal belastend anfühlen kann.

Aufgaben und Grenzen erkennen

Du lernst, welche Aufgaben zu deinem Alter passen und wann Erwachsene oder professionelle Helfer:innen übernehmen sollten.

Über deine Situation sprechen

Wir helfen dir, ein Gespräch mit deinen Eltern, einer Lehrkraft, der Schulsozialarbeit oder einer anderen Vertrauensperson vorzubereiten.

Unterstützung für dich und deine Familie

Du bekommst verständliche Hilfe für deine Situation – und deine Familie erfährt, wie sie dich entlasten und passende Unterstützung finden kann.

Für dich

deine Situation besser verstehen

mit Sorgen nicht allein bleiben

schwierige Gespräche vorbereiten

Vertrauenspersonen und Anlaufstellen finden

mehr Raum für Schule, Freunde und Freizeit gewinnen

-in belastenden Situationen wissen, was zu tun ist

Für deine Familie

die Belastung des Kindes oder Jugendlichen erkennen

Aufgaben und Verantwortung gemeinsam besprechen

altersgerechte Grenzen vereinbaren

passende Entlastungsangebote finden

Pflege und Familienalltag besser organisieren

Unterstützung annehmen, bevor die Belastung zu groß wird

So findest du die passende Unterstützung

Fünf Schritte, die dir Orientierung geben. Du entscheidest selbst, wo du starten möchtest und welche Unterstützung zu deiner Situation passt.

1  Situation einordnen

Du erfährst, ob deine Aufgaben und Sorgen zu der Situation von Young Carers passen.

2  Fragen und Belastungen erkennen

Du kannst überlegen, was dir leichtfällt, was dir zu viel wird und wobei du Unterstützung brauchst.

3  Passende Informationen auswählen

Du erhältst Inhalte, die zu deiner familiären Situation, deinem Alter und deinen Fragen passen.

4  Eine Vertrauensperson finden

Du bereitest vor, mit welchem Erwachsenen du über deine Situation sprechen möchtest.

5  Unterstützung für die Familie prüfen

Gemeinsam kann geklärt werden, welche Beratung, Entlastung oder praktische Hilfe möglich ist.
Typische Einsatzszenarien:
Du unterstützt ein Elternteil Du kümmerst dich um ein Geschwisterkind Du machst dir ständig Sorgen Du hast wenig Zeit für dich Du möchtest deine Familie nicht im Stich lassen Du weißt nicht, mit wem du sprechen kannst

5,7 Mio.

pflegebedürftige Menschen leben in Deutschland

 67 %

werden ausschließlich von Angehörigen versorgt

> 175.000+

Nutzer im Pflege ABC, sowohl bei den Kursen als auch digitalen Tools

>120.000

gestartete Kurse, die wir mehrsprachig anbieten.

 >12 Mio.

konsumierte Minuten in unseren Audio- und Videokursen

Du hast noch Fragen?

Wir sind für dich da und helfen dir, den passenden nächsten Schritt zu finden.

Vorname
Nachname
E-Mail-Adresse
Ihre Nachricht:
Thank you!

Häufig gestellte Fragen

Bin ich ein Young Carer?

Wenn du regelmäßig einem Familienmitglied hilfst, weil die Person krank, pflegebedürftig oder beeinträchtigt ist, kannst du ein Young Carer sein. Dafür muss nicht bereits ein Pflegegrad bestehen.

Ist es falsch, meiner Familie zu helfen?

Nein. Viele Kinder und Jugendliche möchten helfen. Wichtig ist, dass die Aufgaben zu deinem Alter passen und du selbst ausreichend Unterstützung und freie Zeit hast.

Darf ich sagen, dass mir etwas zu viel wird?

Ja. Du darfst Grenzen setzen und dir Hilfe wünschen. Das bedeutet nicht, dass du deine Familie im Stich lässt.

Mit wem kann ich sprechen?

Zum Beispiel mit einer Vertrauensperson, einer Lehrkraft, der Schulsozialarbeit, einer Beratungsstelle, deiner Ärztin oder deinem Arzt oder einem anderen Erwachsenen, dem du vertraust.

Was passiert, wenn ich über meine Familie spreche?

Das hängt von der Situation und der angesprochenen Person ab. Eine Vertrauensperson sollte dir erklären, was vertraulich bleibt und wann sie weitere Hilfe einbeziehen muss.

Wird meine Familie getrennt, wenn ich Hilfe suche?

Ein Gespräch führt nicht automatisch dazu, dass eine Familie getrennt wird. In der Regel geht es zunächst darum, gemeinsam passende Unterstützung und Entlastung zu finden.

Kann ich die Inhalte allein nutzen?

Viele Informationen sollen selbstständig verständlich sein. Bei persönlichen, belastenden oder gefährlichen Situationen sollte immer eine erwachsene Vertrauensperson oder eine qualifizierte Beratungsstelle einbezogen werden.

Ist das Angebot auch für Eltern geeignet?

Ja. Eltern und andere Bezugspersonen erhalten Informationen dazu, wie sie Verantwortung altersgerecht verteilen und Kinder beziehungsweise Jugendliche entlasten können.

Ist das Angebot auch für Schulen geeignet?

Ja. Schulen und pädagogische Fachkräfte können Informationen zur Erkennung, Ansprache und Weitervermittlung von Young Carers erhalten.