Für den Medizinischen Dienst

Bessere Datengrundlage. Besser vorbereitete Begutachtungen.

Das Pflege ABC unterstützt Versicherte und Angehörige dabei, ihre Pflegesituation strukturiert zu erfassen, einen Pflegeantrag digital zu stellen und sich auf die Begutachtung vorzubereiten. Das Ergebnis unseres Pflegegradrechners kann dem Pflegeantrag beigefügt und über die Pflegekasse an den Medizinischen Dienst weitergegeben werden. So können bereits vor der Begutachtung nachvollziehbare Angaben zur Selbstständigkeit, zu Einschränkungen und zum Unterstützungsbedarf vorliegen.
Perspektivisch können datenbasierte Modelle zusätzlich auf Informationslücken, Widersprüche und vergleichbare Bedarfskonstellationen hinweisen. Für eine fundierte Informationsgrundlage und eine effizientere Begutachtung, bei vollständig unabhängiger fachlicher Bewertung durch den Medizinischen Dienst.

Wenn Informationen fehlen und Versicherte unvorbereitet sind

Für viele Versicherte und Angehörige ist die Pflegebegutachtung eine unbekannte und belastende Situation. Gleichzeitig hängt die Nachvollziehbarkeit der Pflegesituation wesentlich davon ab, welche Angaben und Unterlagen zum Zeitpunkt der Begutachtung vorliegen.

Versicherte kennen Ablauf und Kriterien der Begutachtung in der Regel nicht.

Einschränkungen werden unvollständig oder zu allgemein beschrieben.

Regelmäßig geleistete Unterstützung bleibt teilweise unsichtbar.

Veränderungen werden nicht über einen längeren Zeitraum dokumentiert.

Befunde, Medikamentenpläne und Pflegedokumentationen fehlen.

Angaben aus unterschiedlichen Unterlagen sind nicht einheitlich strukturiert

Informationslücken müssen während oder nach der Begutachtung geschlossen werden.

Wiederkehrende Verfahrensfragen beanspruchen zusätzliche Zeit.

Die Folgen

Die tatsächliche Alltagssituation ist schwerer nachvollziehbar.

Rückfragen und nachträgliche Klärungen werden erforderlich.

Gutachter müssen grundlegende Informationen zusätzlich erheben.

Versicherte erleben das Verfahren als schwer verständlich.

Die Wahl des geeigneten Begutachtungsformats wird erschwert.

Potenziell relevante Veränderungen oder Unterstützungsbedarfe werden später sichtbar.

Zwei Ansatzpunkte für eine bessere Pflegebegutachtung

1. Datengrundlage verbessern

Das Pflege ABC unterstützt Ratsuchende und Antragsteller bei der Erfassung ihrer Angaben zur Selbstständigkeit und zum Unterstützungsbedarf strukturiert entlang der relevanten Lebensbereiche.

Pflegegradrechner mit strukturierter Selbsteinschätzung

digitaler Pflegeantrag inkl. Übermittlung an die zuständige Pflegekasse

Beifügung des Rechnerergebnisses zum Antrag

Übermittlung einer pflegefachlichen Stellungnahme als Ergänzung zur Selbsteinschätzung des Rechners

strukturierte Dokumentation von Veränderungen

Ergänzung durch Pflegetagebuch und weitere Unterlagen

perspektivisch: Erkennung von Lücken und Widersprüchen

perspektivisch: Vergleich mit ähnlichen Bedarfskonstellationen

2. Begutachtung besser vorbereiten und durchführen

Versicherte und Angehörige erfahren, was sie erwartet und welche Informationen für die Begutachtung relevant sind.

Ablauf und Rolle des Medizinischen Dienstes erklären

relevante Lebensbereiche verständlich vermitteln

Unterlagen gezielt zusammenstellen

Alltagssituation vor dem Termin reflektieren

regelmäßig geleistete Unterstützung sichtbar machen

Hausbesuche sowie Telefon- und Videointerviews vorbereiten

wiederkehrende Verfahrensfragen vorab beantworten

nach der Begutachtung mit Pflegewissen weiterbegleiten

Unser gemeinsames Ziel: Vollständigere Informationen, besser vorbereitete Versicherte und Begutachtungen, die effizient und auf einer nachvollziehbaren Grundlage durchgeführt werden können.

5,7 Mio.

pflegebedürftige Menschen leben in Deutschland

 85 %

werden zu Hause gepflegt

 67 %

werden ausschließlich von Angehörigen versorgt

>175.000

Nutzer:innen im Pflege-ABC-Umfeld

 >12 Mio.

konsumierte Minuten in unseren Audio- und Videokursen

Die Rollen bleiben klar getrennt

Die Daten und digitalen Hinweise unterstützen die Vorbereitung und Informationsaufbereitung. Die fachliche Bewertung bleibt vollständig beim Medizinischen Dienst.

Die Rolle des Medizinischen Dienstes

Der Medizinische Dienst prüft im Auftrag der Pflegekasse, ob und in welchem Umfang Pflegebedürftigkeit vorliegt. Seine Gutachter beurteilen unabhängig, wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag bewältigen kann und wobei Unterstützung erforderlich ist.
Pflegebedürftigkeit fachlich beurteilen
Selbstständigkeit und Fähigkeiten erfassen
Angaben und Unterlagen fachlich einordnen
das geeignete Begutachtungsformat auswählen
ein unabhängiges Gutachten erstellen
Empfehlungen zu Hilfsmitteln, Prävention und Rehabilitation geben
Ein junger Mann kümmert sich um eine ältere Dame im Rollstuhl, im Vordergrund steht ein Computer
Ein junger Mann kümmert sich um eine ältere Dame im Rollstuhl, im Vordergrund steht ein Computer

Die Rolle des Pflege ABC

Wir unterstützen Versicherte und Angehörige bei der strukturierten Erfassung ihrer Pflegesituation und bei der Vorbereitung auf die Begutachtung.
Pflegesituation digital erfassen
eine erste Einschätzung des möglichen Pflegegrades geben
Ergebnisse strukturiert für den Antrag aufbereiten
den Pflegeantrag digital übermitteln
relevante Unterlagen und Beobachtungen zusammenführen
verständlich auf die Begutachtung vorbereiten
perspektivisch Informationslücken und Vergleichsfälle sichtbar machen

Kundenstimmen

Sophie Rosentreter
Sophie Rosentreter

„Pflegewissen zugänglich machen, lokale Akteure stärken und Bedarfe früher erkennen.“

Platzhalter für eine freigegebene Referenz aus einer Stadt, Gemeinde oder einem Landkreis. Empfohlen ist ein konkreter Erfahrungswert zur Reichweite, Entlastung kommunaler Anlaufstellen oder Zusammenarbeit im Netzwerk.
[Name, Funktion, Kommune]

Sechs Bausteine für Daten und Vorbereitung

Bausteine, die wiederkehrende Fragen auffangen und den Pflegealltag zu Hause konkret unterstützen.

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Digitale Vorbereitung auf die Begutachtung

Versicherte erfahren, wie die Begutachtung abläuft, welche Lebensbereiche betrachtet werden und wie sie ihre tatsächliche Alltagssituation nachvollziehbar schildern können.

Pflegegradrechner

Versicherte und Angehörige beantworten strukturierte Fragen zur Selbstständigkeit und zum Unterstützungsbedarf. Daraus entsteht eine erste Einschätzung des möglichen Pflegegrades.

Pflegetagebuch und Verlaufsdaten

Unterstützungsbedarfe und Veränderungen werden über einen längeren Zeitraum festgehalten, statt ausschließlich aus der Erinnerung heraus beschrieben zu werden.

Digitaler Pflegeantrag

Das Ergebnis des Pflegegradrechners kann dem Antrag beigefügt und zusammen mit diesem an die zuständige Pflegekasse übermittelt werden.

Unterlagenvorbereitung

Hinweise unterstützen bei der Zusammenstellung von Befunden, Medikamentenplänen, Entlassungsberichten und vorhandener Pflegedokumentation.

Datenbasierte Informationsaufbereitung

Perspektivisch können digitale Modelle auf fehlende oder widersprüchliche Angaben hinweisen und vergleichbare Bedarfskonstellationen als zusätzliche fachliche Orientierung sichtbar machen.

Besondere Relevanz bei Höherstufungen

Bei Höherstufungs- und Wiederholungsbegutachtungen kann, abhängig vom Einzelfall und der Informationslage, ein strukturiertes Telefon- oder Videointerview infrage kommen.

Bei eindeutiger Aktenlage kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen auch auf eine erneute persönliche Untersuchung verzichtet werden.

Damit steigt die Bedeutung vollständiger, aktueller und nachvollziehbar strukturierter Unterlagen.
Das Pflege ABC kann dabei helfen,
  • Veränderungen seit der vorherigen Begutachtung hervorzuheben
  • gestiegene Unterstützungsbedarfe systematisch zu dokumentieren
  • aktuelle Angaben mit früheren Informationen zu vergleichen
  • relevante Nachweise und Verlaufsinformationen zusammenzuführen
  • Lücken vor der Weitergabe an den Medizinischen Dienst sichtbar zu machen
  • eine belastbarere Grundlage für die Wahl des Begutachtungsformats zu schaffen

Nutzen auf beiden Seiten

Ein Angebot überzeugt nur, wenn es für den Medizinischen Dienst und für Antragsteller und deren Familien gleichzeitig aufgeht.

Für Versicherte und Angehörige

verständliche Vorbereitung ohne Fachsprache

mehr Sicherheit vor dem Begutachtungstermin

strukturierter Blick auf die tatsächliche Pflegesituation

bessere Übersicht über relevante Unterlagen

nachvollziehbare Dokumentation von Veränderungen erhalten, bevor Überforderung entsteht

praktische Begleitung für die Zeit nach der Begutachtung

Für den Medizinischen Dienst

strukturierte Informationen bereits mit dem Begutachtungsauftrag

besser vorbereitete Versicherte und Angehörige

vollständigere und nachvollziehbarere Ausgangsinformationen

bessere Sichtbarkeit von Veränderungen bei Höherstufungen

weniger Aufwand für wiederkehrende Grundlagenfragen

bessere Voraussetzungen für Telefon-, Video- und Aktenlagebegutachtungen

perspektivisch: Hinweise auf Informationslücken und Widersprüche

perspektivisch: Vergleich mit ähnlichen Bedarfskonstellationen

So kann die Zusammenarbeit funktionieren

Sechs Schritte, keine neue kommunale Plattform. Sie entscheiden, welche Bausteine zu Aufgaben, Zielen und vorhandenen Strukturen passen.

1  Pflegesituation erfassen

Versicherte oder Angehörige beantworten im Pflegegradrechner strukturierte Fragen zu Selbstständigkeit, Einschränkungen und Unterstützungsbedarf.

2  Pflegeantrag übermitteln 

Das Pflege ABC übermittelt den digitalen Pflegeantrag auf Wunsch zusammen mit dem Ergebnis des Pflegegradrechners an die zuständige Pflegekasse.

3  Informationen weitergeben

Die Pflegekasse kann die beigefügten Angaben und Unterlagen im Rahmen ihres Begutachtungsauftrags an den Medizinischen Dienst weiterleiten.

4  Begutachtung vorbereiten

Die Versicherten erhalten verständliche Informationen zum Ablauf, zu den relevanten Lebensbereichen und zur Zusammenstellung weiterer Unterlagen.

5  Begutachtung durchführen

Die Gutachter prüfen die vorliegenden Angaben, erheben die erforderlichen weiteren Informationen und nehmen die unabhängige fachliche Bewertung vor.

6  Informationsgrundlage weiterentwickeln

In einem Pilotprojekt kann untersucht werden, wie strukturierte Antragsdaten, Verlaufsinformationen und datenbasierte Hinweise die Vollständigkeit und Nutzbarkeit der Unterlagen verbessern.
Typische Einsatzszenarien:
• Vorbereitung eines Erstantrags • Hausbesuch bei einer erstmaligen Begutachtung • Höherstufungs- und Wiederholungsbegutachtung • Vorbereitung auf ein Telefon- oder Videointerview • Prüfung einer eindeutigen Aktenlage • Dokumentation schwankender Unterstützungsbedarfe

Unterschiedliche Begutachtungssituationen unterstützen

Erstantrag
Pflegesituation strukturiert erfassen, Antrag digital übermitteln und auf den persönlichen Termin vorbereiten
Wiederholungsbegutachtung
aktuelle Angaben mit der bisherigen Situation vergleichbar machen
Begutachtung nach Aktenlage
eine möglichst vollständige und eindeutige Informationsgrundlage unterstützen
Pflegebedürftige Kinder
Unterstützungsbedarf im Verhältnis zu einem gesunden gleichaltrigen Kind betrachten
Höherstufungsantrag
Veränderungen und gestiegenen Unterstützungsbedarf nachvollziehbar dokumentieren
Telefon- oder Videointerview
relevante Angaben und Unterlagen vor dem Gespräch strukturieren
Demenz und kognitive Einschränkungen
Beobachtungen und Unterstützungsleistungen von Angehörigen systematisch erfassen
Komplexe Pflegesituationen
medizinische, pflegerische und alltagsbezogene Informationen zusammenführen

Perspektive: Lücken erkennen und Vergleichsfälle nutzen

Mit dem Pflegegradrechner und dem digitalen Pflegeantrag entsteht bereits heute eine strukturierte Selbsteinschätzung. Wird sie dem Antrag beigefügt, kann sie über die Pflegekasse Bestandteil der Unterlagen des Medizinischen Dienstes werden. Perspektivisch können zusätzliche Daten, zeitliche Verläufe und datenbasierte Vergleichsmodelle genutzt werden, um:

fehlende Angaben und Dokumente frühzeitig zu erkennen

widersprüchliche Informationen sichtbar zu machen

Veränderungen gegenüber früheren Angaben hervorzuheben

umfangreiche Unterlagen strukturiert zusammenzufassen

vergleichbare Bedarfskonstellationen beziehungsweise Lookalikes zu identifizieren

Auffälligkeiten für die fachliche Prüfung zu markieren

wiederkehrende Informationsbedarfe aggregiert auszuwerten
Vergleichbare Fälle dienen dabei nicht als Vorlage für ein Begutachtungsergebnis. Sie können Hinweise liefern, welche Informationen oder Besonderheiten im konkreten Fall zusätzlich betrachtet werden sollten.

Datenbasierte Hinweise dienen ausschließlich der Strukturierung, Vervollständigung und Plausibilisierung. Sie treffen keine Entscheidung über Pflegebedürftigkeit oder die Zuordnung zu einem Pflegegrad.

Transparenter und selbstbestimmter Datenfluss

Versicherte entscheiden, ob das Ergebnis des Pflegegradrechners ihrem digitalen Pflegeantrag beigefügt wird. In diesem Fall erhält die zuständige Pflegekasse die ausgewählten Angaben und Unterlagen und kann sie im Rahmen des Begutachtungsauftrags an den Medizinischen Dienst weitergeben.

Das Pflege ABC kann die Vorbereitung und Umsetzung unterstützen durch:

transparente Darstellung der übermittelten Informationen

zweckgebundene Übermittlung an die Pflegekasse

mögliche Weitergabe an den beauftragten Medizinischen Dienst

keine automatische Übernahme der digitalen Einschätzung

keine algorithmische Vorentscheidung über einen Pflegegrad

fachliche Prüfung und Einordnung durch die Gutachter

anonymisierte Auswertungen nur im vereinbarten Rahmen
Dr. Johannes Wimmer
Dr. Johannes Wimmer
„Ich habe selbst viele Jahre als Arzt gearbeitet und weiß, wie entscheidend vollständige und nachvollziehbare Informationen für eine fachliche Einschätzung sind. Mit dem Pflege ABC wollen wir sowohl die Datengrundlage verbessern als auch Menschen verständlich auf die Begutachtung vorbereiten – ohne die unabhängige Bewertung vorwegzunehmen.“

Pflegewissen, das bereits genutzt wird

175.000+

Nutzer:innen im Pflege-ABC-Umfeld

 120.000+

gestartete Kurse

 12 Mio.+

konsumierte Kursminuten

 ~100 Min.

digitale Nutzung auf allen Geräten

Zertifizierte

Online-Pflegekurse nach § 45 SGB XI 

 Web und App

digitale Nutzung auf allen Geräten

  Klare Abgrenzung

Der Pflegegradrechner gibt auf Grundlage der eingegebenen Informationen eine erste Einschätzung des möglichen Pflegegrades. Das Ergebnis kann als strukturierte Selbsteinschätzung in das Verfahren einfließen, ist für den Medizinischen Dienst jedoch nicht verbindlich.
Der Medizinische Dienst erstellt das unabhängige Gutachten. Die Entscheidung über Pflegegrad und Leistungen trifft die zuständige Pflegekasse.
Auswertungen erfolgen ausschließlich anonymisiert und aggregiert.
Es werden keine personenbezogenen Daten, individuellen Pflegeverläufe oder einzelnen Nutzungsprofile an Kommunen weitergegeben.
Die Ergebnisse zeigen übergeordnete Entwicklungen und Bedarfe einer Region, nicht das Verhalten einzelner Menschen.
Die Aussagekraft regionaler Daten hängt von Umfang und Verteilung der Nutzung ab und wird vor Projektbeginn transparent geprüft.
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Pflegewissen einsetzen und Angehörige unterstützen

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Wiederkehrende Fragen auffangen
Kurse vermitteln Grundlagen zu Pflegegrad, Leistungen, Hilfsmitteln und Organisation.

Angehörige sicher weiterleiten
Ihr Team empfiehlt passende Inhalte, ohne zusätzliche digitale Beratung übernehmen zu müssen.

Pflegealltag gemeinsam stabilisieren
Praktische Anleitungen und Begleitmaterialien schaffen eine gemeinsame Wissensbasis für zu Hause.

Gemeinsam Datenqualität und Begutachtung verbessern.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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Häufig gestellte Fragen

Erhält der Medizinische Dienst das Ergebnis des Pflegegradrechners?

Das Ergebnis kann auf Wunsch dem durch das Pflege ABC übermittelten Pflegeantrag beigefügt werden. Die Pflegekasse kann diese Unterlage anschließend im Rahmen ihres Begutachtungsauftrags an den Medizinischen Dienst weitergeben.

Welchen Nutzen hat das Ergebnis für die Begutachtung?

Es enthält strukturierte Angaben zur Selbstständigkeit und zum Unterstützungsbedarf. Die Gutachter können diese als zusätzliche Informationsquelle prüfen und fachlich einordnen.

Ist das Ergebnis des Pflegegradrechners verbindlich?

Nein. Es handelt sich um eine erste digitale Einschätzung auf Grundlage der Angaben der Versicherten oder ihrer Angehörigen.

Entscheidet das Pflege ABC über den Pflegegrad?

Nein. Der Medizinische Dienst erstellt das Gutachten; die zuständige Pflegekasse entscheidet über Pflegegrad und Leistungen.

Können Höherstufungsanträge nach Aktenlage begutachtet werden?

Ja, wenn die gesetzlichen und fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die Informationslage eindeutig ist. Ob eine Begutachtung nach Aktenlage möglich ist, entscheidet der Medizinische Dienst im jeweiligen Einzelfall.

Sollen datenbasierte Modelle die Gutachter ersetzen?

Nein. Sie sollen Informationen strukturieren, Lücken und Widersprüche aufzeigen und die fachliche Prüfung unterstützen. Die Bewertung bleibt bei den qualifizierten Gutachter.

Kann die Wirkung wissenschaftlich untersucht werden?

Ja. In einem Pilotprojekt können beispielsweise die Vollständigkeit der Unterlagen, der Aufwand für Rückfragen, die Vorbereitung der Versicherten und die Nutzbarkeit der strukturierten Angaben untersucht werden.