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Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (Pflegebox): Inhalt, Kosten & Beantragung
Isabell Jungesblut
Wer jemanden zu Hause pflegt, weiß, dass sich der Alltag oft leise verändert – Schritt für Schritt. Plötzlich stehen nicht nur Termine und Medikamente im Fokus, sondern auch ganz praktische Fragen: Sind genügend Handschuhe da? Reicht das Desinfektionsmittel? Ist das Bett gut geschützt?
Viele dieser Dinge wirken erstmal klein. Und doch geben sie Sicherheit. Sie schützen die pflegebedürftige Person – und auch Sie selbst. Gerade im engen, täglichen Miteinander ist Hygiene kein Nebenthema, sondern ein wichtiger Bestandteil guter Pflege.
Genau hier setzen die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch an - im Alltag häufig als Pflegebox bezeichnet. Sie umfassen Hygiene- und Schutzprodukte, die regelmäßig benötigt werden und dazu beitragen, die häusliche Pflege zu erleichtern, Beschwerden zu vermeiden und sowohl die pflegebedürftige Person als auch Sie als pflegende Person zu schützen. Die Pflegekasse unterstützt diese Versorgung mit einem monatlichen Zuschuss von bis zu 42 Euro, wenn ein Pflegegrad vorliegt und die Pflege zu Hause stattfindet.
Doch was genau gehört zu diesen Pflegehilfsmitteln? Wie funktioniert die Beantragung? Und worauf sollten Sie achten?
Was gehört zu den “Zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln”
Dabei handelt es sich um Produkte, die im Pflegealltag regelmäßig neu benötigt werden. Anders als technische Hilfsmittel – etwa ein Pflegebett oder ein Hausnotruf – werden sie nicht dauerhaft genutzt, sondern verbraucht und ersetzt.
Im Mittelpunkt stehen dabei Hygiene und Schutz. Typische Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind:
Wer hat Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel?
Pflegehilfsmittel individuell zusammenstellen – was sich seit 2024 geändert hat

Pflegehilfsmittel beantragen und erhalten
Fazit: Eine kleine Unterstützung mit großer Wirkung
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind im Alltag oft unscheinbar – und doch unverzichtbar. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen helfen dabei, die häusliche Pflege zu erleichtern und eine hygienisch sichere Versorgung im häuslichen Umfeld zu unterstützen.
Mit dem monatlichen Zuschuss von bis zu 42 Euro unterstützt die Pflegekasse diese laufenden Ausgaben. Wichtig ist dabei, dass die Produkte individuell zusammengestellt werden und zu Ihrer persönlichen Pflegesituation passen.
Davon zu unterscheiden sind technische Pflegehilfsmittel wie beispielsweise ein Pflegebett oder ein Hausnotrufsystem. Diese zählen nicht zu den 42 Euro monatlich und werden gesondert beantragt. Einen allgemeinen Überblick über Pflegehilfsmittel, einschließlich technischer Pflegehilfsmittel, finden Sie in unserem weiterführenden Blogartikel zum Thema Pflegehilfsmittel.
Wenn Sie unsicher sind, welche Unterstützung Ihnen zusteht oder wie Sie die Pflegehilfsmittel beantragen können, lassen Sie sich beraten. Sie müssen nicht alles allein organisieren.
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Pflegebox?
Die Pflegebox ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, die monatlich über die Pflegekasse finanziert werden können. Gemeint ist keine feste Standardbox, sondern eine individuell zusammengestellte Versorgung mit Hygiene- und Schutzprodukten für die häusliche Pflege.
Wer hat Anspruch auf eine Pflegebox?
Anspruch auf eine Pflegebox haben alle pflegebedürftigen Personen mit einem anerkannten Pflegegrad (1 bis 5), wenn die Pflege im häuslichen Umfeld stattfindet.
Wie hoch ist der Zuschuss für die Pflegebox?
Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch stehen monatlich bis zu 42 Euro zur Verfügung. Der Anspruch entsteht jeden Monat neu und kann vollständig genutzt werden.
Welche Produkte sind in einer Pflegebox enthalten?
Typische Inhalte einer Pflegebox sind Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Mundschutz, Schutzschürzen und Bettschutzeinlagen zum Einmalgebrauch.
Kann ich meine Pflegehilfsmittel individuell zusammenstellen?
Ja. Sie dürfen Ihre Pflegehilfsmittel individuell zusammenstellen. Die Pflegebox darf kein starres Standardpaket sein, sondern muss sich am tatsächlichen Bedarf orientieren.
Kann ich die Pflegebox über eine Apotheke beziehen?
Ja, eine Pflegebox Apotheke-Versorgung ist möglich. Sie können die Pflegehilfsmittel selbst in einer Apotheke kaufen und die Rechnung bei der Pflegekasse einreichen oder direkt über einen Anbieter abrechnen lassen.
Zur Autorin
Isabell Jungesblut
Als Expertin für Gesundheits- und Krankenpflege bringt Isabell Jungesblut umfangreiche Erfahrungen aus der Akutversorgung aber auch aus der vollstationären Langzeitversorgung mit. Hier im Pflege ABC teilt sie ihr umfangreiches Wissen mit Ihnen, um die Pflege für Sie zu erleichtern.
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